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Triglyceride

1. Was sind Triglyceride?

Triglyceride sind neben Cholesterin die wichtigsten Blutfette. Sie werden in der Leber und im Darm gebildet, der Transport im Blut erfolgt überwiegend in den Chylomikronen und VLDL (siehe Frage 33). Chemisch sind Triglyceride Verbindungen (Ester) von Glycerin mit drei Fettsäuren.

2. Wie hoch dürfen die Triglyceridwerte sein?

Triglyceridwerte von weniger als 200 mg/dl gelten als wünschenswert. Bei Diabetikern sollte die Konzentration unter 150 mg/dl liegen, da sie dort, wie in einigen Studien gezeigt werden konnte, einen bedeutenden unabhängigen Risikofaktor für das Auftreten des Herzinfarktes darstellen.

3. Sind die Triglyceridkonzentrationen altersabhängig?

Im Kindesalter findet sich selten eine erhöhte Triglyceridkonzentration im Blut. Bei Erwachsenen ist der Einfluß des Alters gering. Nur beim Übergang vom Heranwachsenden zum Erwachsenen kommt es im Durchschnitt zu einem Anstieg der Triglyceride (ca. 50 mg/dl bei Männern und 30 mg/dl bei Frauen). Die Triglyceridkonzentrationen unterliegen jedoch sehr stark individuellen Schwankungen, u.a. in Abhängigkeit von der Art und Menge der Nahrungszufuhr, besonders von der Alkoholaufnahme.

4. Müssen die Triglyceride im Nüchternblut bestimmt werden?

Um vergleichbare Abnahmebedingungen zu erhalten, werden die Triglyceridkonzentrationen nach 10-12 stündigem Fasten kontrolliert. Wichtig ist aber zu wissen, daß eine Reihe von Menschen nach dem Essen mit einem deutlichen Anstieg der Triglyceridkonzentrationen im Blut reagiert, sie nüchtern aber normale Konzentrationen aufweisen. Diese Menschen sind möglicherweise besonders für das Auftreten von Herzinfarkten gefährdet. Daher wird in Zukunft auch den Triglyceridkonzentration nach dem Essen Aufmerksamkeit gewidmet werden.

5. Welche Aufgaben haben die Triglyceride?

Triglyceride dienen dem Transport von Fettsäuren und zur Speicherung von Energie im Fettgewebe. Aus dem Fettgewebe können durch Einwirkung der Hormonsensitiven-Lipase (Lipase = fettspaltendes Enzym) und der Monoglycerid-Lipase Fettsäuren aus den Triglyceriden freigesetzt und in das Blut abgegeben werden. Die Triglyceride finden sich im Blut überwiegend in den Chylomikronen und den von der Leber gebildeten VLDL . In der Blutbahn selbst können durch Einwirkung der Lipoprotein-Lipase ebenfalls Fettsäuren aus den Triglyceriden freigesetzt werden. Da die höchste Aktivität der Lipoprotein-Lipase sich in Fettgewebe und Muskulatur befinden, stehen dort die Fettsäuren zur Speicherung (Fettgewebe) oder Energiegewinnung (Muskulatur) zur Verfügung.

6. Wodurch steigen die Serumtriglyceride an?

Liegt eine genetische Prädisosition zugrunde, so kommt es durch Zufuhr v.a. von Alkohol und rasch resorbierbaren Kohlenhydraten (Zuckern) mit der Nahrung zu einer gesteigerten VLDL-Synthese in der Leber und als Folge zum Anstieg der Serumtriglyceridkonzentration. Beim Typ II Diabetes mellitus ist die hemmende Wirkung von Insulin auf die Freisetzung von Fettsäuren aus der Fettzelle abgeschwächt. Die daher vermehrt ins Blut abgegebenen und zur Leber gelangenden Fettsäuren kurbeln dort ebenfalls die Synthese der triglyceridreichen VLDL an.

7. Sind hohe Triglyceridkonzentrationen gefährlich?

Bei bestimmten Hypertriglyceridämien besteht aufgrund einer abnormen Zusammensetzung der Lipoproteinpartikel ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, so bei der familiär kombinierten Hyperlipidämie und der familiären Dysbetalipoproteinämie (Typ III Hyperlipoproteinämie nach Fredrickson). Andererseits scheint bei der familiären Hypertriglyceridämie mit meist mäßiger Erhöhung der Serumtriglyceridkonzentration kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko zu bestehen. Hilfreich zur Differenzierung, ob eine erhöhte Triglyceridkonzentration gefährlich ist, kann die Familienanamnese sein (nicht für die Typ III Hyperlipoproteinämie!). Finden sich in der Familie Hinweise für frühzeitig aufgetretene Herzinfarkte oder Schlaganfälle, so sollte auch eine mäßige Hypertriglyceridämie ernst genommen und entsprechend konsequent therapiert werden.
Deutlich erhöhte Triglyceridkonzentrationen können jedoch akut lebensbedrohliche Komplikationen verursachen. Bei Triglyceridkonzentration über 1000 mg/dl kommt es zum Ansteigen der Plasmaviskosität. Folge können u.a. eine akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), eine Angina pectoris (bei vorbestehenden Gefäßeinengungen) oder Durchblutungsstörungen des Gehirns sein (Chylomikronämiesyndrom).

8. Wie können hohe Triglyceridwerte gesenkt werden?

Diätetische Maßnahmen stehen bei der Therapie einer Hypertriglyceridämie an erster Stelle. Zur Senkung der Triglyceride sollte auf eine energieangepaßte Nahrungszufuhr, die Verminderung von Übergewicht und die Reduktion von rasch resorbierbaren Kohlenhydraten, insbesondere von Fruktose, geachtet werden. Rasch resorbierbare Zucker finden sich u.a. in Limonaden, Fruchtsäften und Cola-Getränken. Zu beachten ist, daß bei einer bestehenden Hypertriglyceridämie neben der Fruktose auch die Zuckeraustauschstoffe Sorbit und Xylit einen ungünstigen Effekt haben können. Darüber hinaus sollte auf alkoholische Getränke möglichst verzichtet werden, steigert doch Alkohol am stärksten die VLDL-Synthese in der Leber. Hilfreich kann eine Steigerung der körperlichen Aktivität sein. Zusätzlich zur Ernährungsumstellung können im Bedarfsfall triglyceridsenkende Medikamente eingesetzt werden.

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